Photovoltaik- Technik / Erfahrungen / Planungen / Empfehlungen / Fragen zur Umsetzung / Diskussion

@michael3

Wenn der Eigenverbrauch recht hoch ist,ich sag mal 65-70% ist es völlig ok.

Kumpel ist Single und voll berufstätig,heißt in der Hauptzeit tagsüber läuft bei ihm kaum was.

Er ist eher Abends zu Hause.

Der hat jetzt einen Speicher mit 1,4 kWh dazwischen.

Gemessen ist sein Grundverbrauch wenn nichts weiter an ist bei 130 Watt rum.

Das ist so eingestellt das diese 130 Watt sofort ins Haus gehen und der Rest in den Speicher bis voll.

Wenn von der Anlage nicht mehr kommt liefert der Speicher 130 Watt ins Haus.

So ist die Grundlast über den Tag abgedeckt.

Kann Er per App einstellen,für Wochenende wenn er daheim ist anderes Profil dann geht natürlich tagsüber mehr ins Haus.
 
Wir produzieren auch mehr
Man kann natürlich nicht einfach einspeisen, dürfte jedem klar sein. Man sollte immer so planen, dass man den überschüssigen Strom irgendwie vor dem Netzanschluss verbraucht/speichert.

Oder man engagiert sich in der Kommune und sorgt dafür, dass die Netze ertüchtigt werden.

Das ist ja das Problem der Energiewende: die ehemaligen großen Stromerzeuger und kommunalen Netzbetreiber müssen auf neue Geschäftsmodelle umstellen. Sie produzieren nicht mehr Strom, sie handeln mit Strom.

Gemeinwohl-orientiertes Denken ist irgendwie immer weniger verbreitet.

Oft sind es die Kommunen bzw. deren Netzbetreiber, die überfordert sind und dezentrale Stromerzeugung verzögern. Oder verzögern müssen, weil sie sich nicht rechtzeitig um den Ausbau der Netze gekümmert haben. Aber mittlerweile gibt es ja Beteiligungsmodelle zum Beispiel für Windparks. Vom Erlös kann man dann die Netze fit machen und vielleicht sogar noch den Kindergarten oder das Schwimmbad unterstützen ... selbst wenn die Kommune in der Grundsicherung ist.
Wir produzieren auch mehr wie wir eigentlich dürfen aber der Strom wird auch fast komplett selbst und sofort Verbraucht, von 16 kWh Produktion am Tag verbrauchen wir mindestens 13 -14 selbst da wir durchgehend von Zuhause arbeiten!
Klimageräte und sonstige Geräte im Sommer und Übergangszeit E-Heizung, da wird nicht viel von verschenkt.
 
Das wäre nämlich interessant um den geldwerten Vorteil bei Eigenverbrauch zu berechnen

Ich kann dir gern meine Zahlen vom Mai stand heute liefern:

Erzeugt: 85,3 KW/h
Eingespeist: 39,8 KW/h
Netzbezug: 77 KW/h

Sämtliche größere Verbraucher wie die EBikes als auch die Spül/Waschmaschine etc. laufen bzw. laden wenn möglich während der Peakzeiten. Mehr Eigenverbrauch bekomme ich leider nicht hin…
 
Das ist nicht so Einfach.
Denn es gibt noch ein paar Nebeneffekte, die nicht unmittelbar vom Balkonkraftwerk kommen.
Jedenfalls lag unser Verbrauch im Jahr 2023 um über 400 kWh niedriger als 2022. (Also mehr als das BKW, bis zum Dezember, erzeugt hatte. :whistle:)

Hier drei Beispiele:
  1. Der Radiowecker:
    Ich hatte das Stromverbrauchs-Messgerät mal an unseren Radiowecker gehängt. Dieser verbrauchte „nur“ 7 Watt.
    Das sind pro Stunde 0,007 kWh
    Am Tag macht das 0,186 kWh (0,007 x 24)
    Im Jahr macht das 61,32 kWh. (0,186 x 365)
    61,32 kWh Strom kosten 20,40 Euro.
    Den Radiowecker habe ich still gelegt und am Wertstoffhof abgegeben.
    .
  2. Alter Kühlschrank
    Wir hatten einen alten Kühlschrank im Keller stehen. Er funktionierte noch und wurde im Sommer gerne noch einmal in Betrieb genommen um Getränke und Grillgut zu lagern.
    Nachdem ich das Messgerät mal für eine Woche drangehängt hatte, ergab sich: er verbrauchte ca.0,7 kWh pro Tag.
    Es fällt mir nun schwer konkret zu werden. Aber ich vermute, dass er an ca. 90 Tagen im Jahr benutzt wurde. Das sind dann weitere 63 kWh (ca. 21,- Euro) die wir nun zusätzlich sparen, weil ich das alte Ding endlich entsorgt habe.
    .
  3. Weihnachtsbeleuchtung
    Den Kram haben wir, letzten Dezember, gar nicht erst montiert. :whistle:
Das hat alles nichts unmittelbar mit dem Balkonkraftwerk zu tun. Aber man fängt an, auch über so etwas nachzudenken.
„Diagnose kommt vor Therapie“
Ein StromVerbrauchsmessgerät kostet inzwischen echt nicht mehr viel und rentiert sich recht zügig, finde ich.
Ich war zb vor mehreren Jahren erstaunt, das unsere Waschmaschine im Standby 5W zieht.
Klingt erst mal lächerlich… aber wenn man nach dem Ausräumen eine Sekunde für‘s Ausschalten spendiert, sind 30-40kWh/ Jahr gespart - immerhin 250-300km mit dem Spring.

Oder Beleuchtung.
Ich werfe ungern funktionierende Dinge weg.
Aber im 300m2-Lager meiner Frau sind/ waren herkömmliche Leuchtstoffröhren verbaut.
Als es bei einem Discounter LED-Röhren gab, kaufte ich eine Spring-Ladung ein und jede defekte Leuchtstoffröhre wird durch eine LED-Röhre ersetzt.
Der Stromverbrauch ging dadurch von ursprünglich 1,8kW auf 0,8kW zurück, ~80% der Röhren sind ersetzt… und es ist heller im Lager!

Im Sommer-Halbjahr muss ich wegen 15kWp-Anlage eigentlich nicht mit Strom geizen.
Aber mein Ziel ist, das wir nichts mehr für Strom/ Warmwasser im Sommer/ Spring-fahren zahlen müssen.
Und dazu muss der eingespeiste Überschuss etwa 7mal so hoch sein wie der Netzbezug.
Tatsächlich haute es die letzten 2 1/2 Jahre seit Inbetriebnahme gut hin:
15-16MWh Ertrag
7-8MWh eingespeist
1,1-1,2MWh Netzbezug
Monatliche Gebühr: 4,60€
 
Ich kann dir gern meine Zahlen vom Mai stand heute liefern:

Erzeugt: 85,3 KW/h
Eingespeist: 39,8 KW/h
Netzbezug: 77 KW/h

Sämtliche größere Verbraucher wie die EBikes als auch die Spül/Waschmaschine etc. laufen bzw. laden wenn möglich während der Peakzeiten. Mehr Eigenverbrauch bekomme ich leider nicht hin…
Wir sind jetzt bei 70% Eigenverbrauch über etwas mehr wie 2 Jahre wo die Anlage lauft, an Anfang war es noch schwer zu realisieren. Seit letztes Jahr haben wir einiges geändert so daß wir auf über 80% kommen werden in Zukunft.
 
Wir laden unser E-Auto mit PV Überschuss. Fahrleistung in 2023 14.000 Kilometer. Dennoch ist die Einspeisevergütung höher wie der Betrag von dem Netzbezug.
 
Duschen muss jeder - hoffentlich täglich - vor allem auch im Sommer :) Genauso wie etwas Geschirr abwaschen, Hände waschen usw.
Um 100 Liter (mit einem 100 Liter Speicher komme ich gut aus) von 30 auf 60° zu erwärmen braucht man 3,5 kwh.
Da macht man eine simple Zeitschaltuhr an den Elektroboiler ran damit er sich tagsüber in der Haupt PV Ertragszeit aufheizt und schon hat man seinen Eigenverbrauch optimiert.
Die Stromaufnahme der Elektroboiler lässt sich auch oft einstellen womit man weiter optimieren kann.
 
Duschen muss jeder - hoffentlich täglich - vor allem auch im Sommer :) Genauso wie etwas Geschirr abwaschen, Hände waschen usw.
Um 100 Liter (mit einem 100 Liter Speicher komme ich gut aus) von 30 auf 60° zu erwärmen braucht man 3,5 kwh.
Da macht man eine simple Zeitschaltuhr an den Elektroboiler ran damit er sich tagsüber in der Haupt PV Ertragszeit aufheizt und schon hat man seinen Eigenverbrauch optimiert.
Die Stromaufnahme der Elektroboiler lässt sich auch oft einstellen womit man weiter optimieren kann.
Wir haben Durchlauferhitzer für Warmwasser, demnächst kommt auch noch ein 120-150l Speicher vor dem Durchlauferhitzer der über WLAN Steckdose angesteuert wird und nur dann aufheizt wenn genügend Strom produziert wird.
Ist das Wasser vom Speicher heiß genug bleibt der Durchlauferhitzer aus ansonsten steuert er den Rest dazu das die Wassertemperatur stimmt.
Mit WLAN Steckdosen kann man schon einiges sehr gut Steuern in Sachen Eigenverbrauch, so wie in der Übergangszeit für unsere Elektro Heizung lässt es sich auch für ein Speicher umsetzen mit wenigen Einstellungen!

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Wir haben Durchlauferhitzer für Warmwasser, demnächst kommt auch noch ein 120-150l Speicher vor dem Durchlauferhitzer der über WLAN Steckdose angesteuert wird und nur dann aufheizt wenn genügend Strom produziert wird.
Ist das Wasser vom Speicher heiß genug bleibt der Durchlauferhitzer aus ansonsten steuert er den Rest dazu das die Wassertemperatur stimmt.
Mit WLAN Steckdosen kann man schon einiges sehr gut Steuern in Sachen Eigenverbrauch, so wie in der Übergangszeit für unsere Elektro Heizung lässt es sich auch für ein Speicher umsetzen mit wenigen Einstellungen!

Muss man sich aber auch überlegen ob sich das mehr an Steuertechnik lohnt.
Ich bin eher ein low tech Fan. Alles möglichst ohne Betriebssystem, App, Update, Wlan usw :)
 
Muss man sich aber auch überlegen ob sich das mehr an Steuertechnik lohnt.
Ich bin eher ein low tech Fan. Alles möglichst ohne Betriebssystem, App, Update, Wlan usw :)
Bei uns lohnt es sich auf jeden Fall um das beste raus zu holen, davon abgesehen sind diese Sachen gar nicht so teuer wie man oft denkt.
Es ist kein fertiges System was mir auch zu teuer wäre!
 
Bei uns lohnt es sich auf jeden Fall um das beste raus zu holen, davon abgesehen sind diese Sachen gar nicht so teuer wie man oft denkt.
Es ist kein fertiges System was mir auch zu teuer wäre!

Mir gehts eher um die Komplexizität und Langzeithaltbarkeit.
Deshalb meide ich den ganzen Elektronikkram wo es nur geht.
 
Mir gehts eher um die Komplexizität und Langzeithaltbarkeit.
Deshalb meide ich den ganzen Elektronikkram wo es nur geht.
Wenn man danach geht hält ja leider nichts ewig, aber so hab ich schon einiges ein paar Jahre am laufen ohne Probleme.
Auf jeden Fall bringt mir Kostenfaktor viel mehr Gewinn als Ausgaben sonst würde ich es auch nicht machen. ;)
 
Mit Eigenverbrauch optimieren machst du jedenfalls das richtige !
So fahren wir definitiv am besten, kleiner Speicher gut und schön sehe ich aber mehr als Hobby für Technik Freaks.
Wir haben über Nacht schon einiges am laufen aber wenn ich mir den Verbrauch ansehe und die Kosten für ein Speicher währen das zu viele Jahre bis der sich rentieren würde und denn in dem Alter ist das er ausgetauscht werde müsste.
 
Es kommt immer darauf an welchen Stromspeicher ich mir zulege. Auch bei dem Wechselrichter. Wer billig kauft, kauft zweimal.
 
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