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Crashtest und Fahrassistenzsysteme


4WD_rulez

Mitglied Silber
Fahrzeug
Duster 4WD
Das Fahrzeug geriet auf die Gegenspur (Fahrer hatte das Stauende wegen Baustelle zu spät erkannt)
Die spannende Frage: Was, wenn es einen Notbremsassistenten an Bord gewesen hätte, der rechtzeitig das Stauende erkannt und gebremst hätte? Darum geht es ja, um Unterstützung in Situationen, in denen der Mensch einen Fehler macht - und der Assistent den ausbügeln kann.

Ich kann sogar bei Eis und Schnee noch ohne ABS bremsen.
Ich kann die Physik nicht überlisten - und freue mich über das ABS. Ab und an schlägt es auch mal an ... und dann noch lenken zu können - ich mag es.
 

smalltalk

Mitglied Bronze
Fahrzeug
Dacia Sandero Stepway
Die Frage ist natürlich was das verbaute System kann und was bsp. über ein FW-Update nachgepatcht werden kann.
 

Handygoelzi

Mitglied Bronze
Fahrzeug
Dacia Sandero 3 comfort
Diese ganzen Bewertungen auf Grund von Assistenzsystemen (Es gab mal im ADAC dazu eine passwende Überschrift: Der Assistent des Assistenten) ist der letzte Müll. Es gibt ja noch nicht einmal Fallbeispiele eines Unfalles von jedem Fahrzeughersteller. Es wird immer nur so getestet, dass auch die Sensoren und die damit verbundenen Funktionen funktionieren, bzw. umgekehrt; die Sensorik wird nach dem vorgegebenen Unfallszenario für den Test gebaut. Dort steckt sicherlich eine Menge Erfahrung dahinter.
Jedoch möchte ich mal mehr in's Detail gehen.
Vor etwa einem halben Jahr ereignete sich hier bei uns zwischen Rechtenbach und Volpertshausen ein tödlicher Unfall mit einem Toten. Ich war wie immer erster am Unfallort. Das Fahrzeug geriet auf die Gegenspur (Fahrer hatte das Stauende wegen Baustelle zu spät erkannt) nachdem es einen Kleintransporter streifte und sich dann mehrfach überschlug. Das Fahrzeug landete auf dem Dach. Leider konnten wir zu dritt den Fahrer nur noch tot bergen.
Was ich sehr verwunderlich fand: Kein einziger Airbag hat ausgelöst. Dies berichtete ich auch als Unfallzeuge bei der Polizei. Der Beamte, der wohl schon sehr viele Unfälle gesehen hat meinte nur, dass das nichts außergewöhnliches sei. Es komme schon vor, dass in einigen Situationen die Sicherheitssysteme einfach nicht aktiviert werden, wenn an dem entsprechenden Bauteil, hinter dem der Sensor sitzt, nicht genug Dynamik entsteht. Der Fahrer hatte wirklich Pech, dass er den Kleintransporter nur gestreift hatte. 5 cm weiter und der Sensor wäre vermutlich ausgelöst worden.
Das war nur ein kleiner Exkurs was passieren kann. Das ist natürlich nicht die Regel. Aber wenn sich ein Fahrzeug auf's Dach dreht, sollte spätestens mal zur Sicherheit hier und da ein Airbag was von sich hören lassen. Jedenfalls begann ich mich jetzt mit dem Thema zu beschäftigen und stellte fest, dass die Fahrzeughersteller an sehr unterschiedlichen Stellen die Sensoren anbringen (Drucksensor) mit sehr unterschiedlichen Auslösedynamiken. Der eine löst schon bei sehr geringem Druck aus (bei 30kmH gegen eine Wand bedeutet leider meistens auch schon den Tod) bei dem anderen fahre ich mit 100kmH gegen die Wand und habe dann ein nettes Lenkradgesicht mit Herstelleremblem auf der Stirn, wovon ich aber dann nichts mehr habe......
Ich gehöre auch nicht zu den Leuten, die für jeden Mist einen Assistenten brauchen. Ich kann sogar bei Eis und Schnee noch ohne ABS bremsen. Aber die Geschmäcker sind halt verschieden; Alles geht schon in Richtung autonomes Fahren.
Aber wie meine Vorredner schon richtig erkannt haben muss man bei einem Crashtest wirklich beurteilen ob die Fahrzeuginsassen im Fahrzeug bei den Standardtests überleben können. Dazu gehört nun mal die Stabilität der Fahrgastzelle, Aufpralldynamik, und die Funktionen der aktiven rudimentären Sicherheitssysteme des Fahrzeugs wie Gurtstraffer und Airbag. Der andere Schnickschnack (Müdigkeitssensor, Gesichtserkennung, Fußgängererkennung usw.) hat mit den eigentlichen aktiven Sicherheitssystemen nichts zu tun.

Deswegen interessieren mich diese Tests, die schon Punkte abziehen auf Grund fehlender Assistenzsysteme, überhaupt nicht.

Gruß aus dem Käseland Hüttenberg,


Euer steel
Bei rechtenbach volpertshausen werde ich hellhörig. Geborrener wetzlarer mit Wohnsitz in Lahnau. Ich denke wir wohnen nicht weit auseinander ☺️
 

Murphy

Mitglied Brillant
Fahrzeug
Sandero & Lada 4x4! ( MCV bleibt im Fuhrpark)
Baujahr
201320162019
Die Sternebewertung schafft keine Klarheit. Viele Beiträge hier, schaffen Verwirrung...

Wenn ich nur nach den Sternen schaue, darf ich mich auf kein Fahrrad oder Moped mehr setzen. In Jahr 2030
gibts für Autos ohne Kaffemaschine und Internet-Zugang sofort Punkt - Pardon!... Sternen Abzug!

FZG unter 34 Sternen sind gar nicht mehr zulassunsfähig und alle Dacia Fahrer werden gezwungen sein Mercedes
zu fahren. Wegen dem einen Stern, serienmässig mehr!

Ich warte noch auf die Sterne die es für die App gibt.
Die App wie man seine Motorhaube öffnet...

( Ja, dieser Beitrag enthält Ironie! Und das ist beabsichtigt...)
 

dokkeri

Mitglied Platin
Fahrzeug
Dacia Dokker 1.2 TCe (115 PS)
Baujahr
2016
Der Vorteil eines einheitlichen Tests ist die Vergleichbarkeit. Und wenn das Ergebnis vorliegt so heisst es "Take it or leave it", so einfach ist das.
 

Niknukem

Mitglied
Fahrzeug
SANDERO III TCe 100 Eco G
Die Frage ist auch immer, was nutzen Systeme für die Sicherheit wenn die Leute diese dann deaktivieren wollen... Ist ja auch nicht so unüblich.
 

RobN

Mitglied Bronze
Fahrzeug
aktuell kein Dacia mehr
(Fahrer hatte das Stauende wegen Baustelle zu spät erkannt)
Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: mit einem Assistenten der auch nur Sekundenbruchteile vorher wegen der drohenden Kollisionsgefahr eine Vollbremsung ausgelöst hätte wäre der Unfall ggf. schon anders ausgegangen.

Natürlich ist das kein Allheilmittel, und mir ist auch bewusst dass speziell viele deutsche Autofahrer sich für fehlerfrei und jedem "doofen Computer" überlegen fühlen. Ich sehe das ganz pragmatisch; was auch immer dafür gedacht ist, Unfälle zu verhindern oder zumindest die Folgen abzumildern, kann nur postitiv sein. Punkt. Die Einführung der Gurtpflicht wurde hierzulande ja auch kritisch gesehen, auch wenn das vor meiner Zeit war....

Wir haben unseren Logan II (genaugenommen das Auto meiner Frau) zwar nicht wegen der fehlenden Assistenten abgegeben - der "Nachfolger" hat als EU-Fahrzeug im Gegensatz zum deutschen Modell auch keine - aber der Insassenschutz spielte tatsächlich auch mit eine Rolle bei dieser Entscheidung, speziell im Hinblick auf unseren Nachwuchs.

Mein jetziges Auto (unser Zweitwagen) ist dagegen mit Frontradar und Spurhalteassistent ausgerüstet. Letzterer nervt mich tatsächlich eher, weil er z.B. in Baustellen gerne mal stur versucht der ursprünglichen Markierung zu folgen und man aktiv gegenlenken muss, aber den Kollisionswarner finde ich schon nicht so schlecht - trotz gelegentlicher Fehlwarnungen, die bisher aber zum Glück nur Vorwarnungen (Piepton und DIsplayanzeige) waren. Ich schätze meine eigene Reaktionfähigkeit nicht schlecht ein, aber wenn ein Assistent z.B: bei plötzlich auf die Straße laufenden Kindern schneller reagiert als ich bin ich darum mit Sicherheit nicht böse. Ich habe mit einem anderen Auto auch schon einen zum Glück kleineren Crash verschuldet, als ich in an einer unübersichtlichen Kreuzung kurz abgelenkt war und im stockenden Verkehr meinem Vordermann aufgefahren bin, Das wäre mit dem aktuellen wohl nicht passiert.
 

4WD_rulez

Mitglied Silber
Fahrzeug
Duster 4WD
Natürlich ist das kein Allheilmittel, und mir ist auch bewusst dass speziell viele deutsche Autofahrer sich für fehlerfrei und jedem "doofen Computer" überlegen fühlen.
Ja, fast jeder hält sich für den besten Autofahrer, Schuld haben immer nur die anderen.

Die Einführung der Gurtpflicht wurde hierzulande ja auch kritisch gesehen, auch wenn das vor meiner Zeit war....
Gab damals eine tolle Kampagne .. trotzdem gab es viele Fortschrittsfeinde, genau wie jetzt.
Oh, bei der Kopfstützenpflicht war es das Gleiche.
 

Taipan

Mitglied
Fahrzeug
Sandero
Es ist unbestritten, dass Assistenten nützlich sind und Leben retten können.
Aber warum werden "Komfort"-Assistenten zur Pflicht, währen andere Features weiterhin berücksichtigt werden?
Was ist mit nicht-abschaltbaren Abstand-Assistenten oder nicht-abschaltbare verkehrszeichenabhängige Geschwindigkeitsbegrenzer?
Dann wären schon mal die häufigsten Unfallursachen abgedeckt.
 

logi

Dacianer.de Team
Fahrzeug
Mazda 3 BN Skyactive 2,0 120 PS
Baujahr
2017
Es ist unbestritten, dass Assistenten nützlich sind und Leben retten können.
Aber warum werden "Komfort"-Assistenten zur Pflicht, währen andere Features weiterhin berücksichtigt werden?
Welcher von den in diesem Artikel
Mobile.de
aufgezählten, zukünftigen Pflicht-Features ist denn ein Komfort-Feature?
Was ist mit nicht-abschaltbaren Abstand-Assistenten oder nicht-abschaltbare verkehrszeichenabhängige Geschwindigkeitsbegrenzer?
DAS ist in der Tat eine gute Frage. Es wäre wahrscheinlich zu einfach...
Außerdem muss wohl jeder die Möglichkeit haben dürfen, sich entgegen einer geltenden Vorschrift verhalten zu können. Eigenverantwortung und freier Wille und so...
 

rolly22

Mitglied Platin
Fahrzeug
Duster TCe100 ECO-G Prestige
Baujahr
2020
Promille Tester im Auto fände ich gut. Motor springt nicht an wenn zuviel. Ebenso, daß das Smartphone in der Bedienung gesperrt ist sobald der Motor läuft gehört für mich schon längst umgesetzt.
Wären sehr viele Unfälle verhindert.
 
Zuletzt bearbeitet:

Logan-Russel

Mitglied Silber
Fahrzeug
Dacia Duster 4x4 Blue DCI 115
Baujahr
2020
Es muss möglich sein, verschiedene Assistenzsysteme, jedoch nicht die wichtigsten, abschalten zu können. Wenn du mit Spurhalteassistent durch eine Innenstadt fährst und du möchtest den Fahrstreifen wechseln, versucht das Teil mit Gewalt, Dich in Deiner Spur zu halten. Ich rufe dann immer laut: "Ich will aber nicht geradeaus fahren, nur hört das niemand":) Im Ergebnis schalte ich dann im innerstädtischen Bereich ab und gut ist. Aber eigentlich sollte dieses System erkennen, das mehrere Fahrstreifen vorhanden sind und sich dann selbständig deaktivieren.
ESP kann ich am Duster bei Allradbetrieb auch abschalten, obwohl das m. M. nach ein sehr gute Errungenschaft der Technik ist. Nur im Gelände würde das nicht nutzen. Also wird es immer abschaltbare Teilsysteme geben müssen. Solange wir im Auto noch nicht die vollständige KI wie im Tesla haben.
Zum Vorbeitrag: Dann müssten auch Navi, Radio etc. während der Fahrt gesperrt sein. Warum sollte ich nicht über Medianav und Bluetooth das Smartphone bedienen können? Lenkt das Telefonieren über Freisprecheinrichtung mehr ab als die Unterhaltung mit einem Beifahrer? Meine Meinung nur.
 

michael3

Mitglied Platin
Fahrzeug
Dacia Logan MCV II, 0.9 TCe 90 LPG
So wie bei Adblue, wo die Wagen sich überhaupt nicht mehr starten lassen, wenn der Tank leer ist? :)
Auch wenn ich @logi s Aussage, prinzipiell, unterstütze, gibt es eine Grenze, wo das nicht mehr gilt.

Vergleiche es mit dem Totalausfall der Bremsen.
Man würde (wie bei einem leeren Adblue-Tank) Menschenleben gefährden, wenn man damit weiterfährt. Und da ist schluss mit "freiem Willen".
Dann hilft nur noch der Abschleppwagen, oder eine Vorort-Reparatur. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:

Murphy

Mitglied Brillant
Fahrzeug
Sandero & Lada 4x4! ( MCV bleibt im Fuhrpark)
Baujahr
201320162019
Ad Blue: Beim LKW lässt sich der Motor durchaus starten wenn der AdBlue Tank leer ist. Du kannst auch
"locker" weiterfahren - allerdings mit bis zu 60% reduzierter Leistung...

Das hat mit einem Sicherheitsaspekt in meinen Augen nix zu tun, sondern eher was mit Schadstoffklassen und
Steuerhinterziehung. Einen Kat würde auch niemand auf die Liste der Sicherheitsausstattung setzen.
 

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