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Auf zum Nordkap?!?


Bergfreund

Mitglied Bronze
Fahrzeug
Dacia Lodgy Essential SCe 100 S&S
Baujahr
2016
#1
Auf zum Nordkap?!?

Ich bin derzeit damit beschäftigt, den Ausbau meines Lodgys zu einem Minicamper zu planen und die ersten Teile einzupassen. Grund dafür ist, dass ich für das kommende Jahr (Mai, Juni?) vorhabe, zum Nordkap aufzubrechen. Da meine Frau weite Reisen mit dem Auto nicht mitmacht, müsste ich als "Solist" unterwegs sein.
Prinzipiell habe ich ja nichts dagegen, diese Fahrt allein zu machen. Ich erinnere mich aber an eine 3-wöchige Solo-Fahrt kreuz und quer durch Costa Rica, die zwar sehr interessant war, aber z.B. gerade an den Abenden hat mir jemand gefehlt, mit dem ich mich über die Erlebnisse und Eindrücke des Tages hätte unterhalten können

Vielleicht gibt es unter euch Dacianern jemanden, der auch schon lange zum Nordkap fahren wollte, dies aber allein nicht wagte, oder jemanden, der ebenfalls für das kommende Jahr diese Fahrt plant und den es nicht stören würde, wenn ich mich anschließe. Da ich Pensionist bin, wäre ich zeitlich relativ unabhängig.

Ich würde mich freuen, wenn von euch positive Rückmeldungen kämen und ich vielleicht ein paar Gleichgesinnte kennenlernen dürfte.
 
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T

tomrv

#2
Moin,

etwas zur Reisezeit.
Im Mai hat man dort oben , leicht noch mal Temperaturen die recht niedrig sind. In Folge liegt noch Schnee neben den Straßen (das ist hübsch), die See sind noch zugefroren und die Natur schläft noch. Letzteres läßt alles sehr trist aussehen. Das ist ab Mitte Juni anders und im Juli ganz sicher.
Zusätzlich ist man, so man nur mit dem Auto reist, zwangsläufig viel draußen. Etwas höhere Temperaturen sind also ganz nett.
Nordkapp ist übrigens auch nett. Netter, weil nicht überlaufen, ist dagegen Kirkenes und der Weiler Grense Kacobselv.

Hier der Bericht: Nordnorwegen 2017 (http://lodgy-club.de/index.php/topic,2460.msg39022.html#msg39022)

Wir trafen übrigens diesen Sommer 2 Mal dieselbe nette Schweiezrin.
Die war mit ihrem Lodgy auch bis zum Nordkapp und nach Kirkenes gefahren
 

Bergfreund

Mitglied Bronze
Fahrzeug
Dacia Lodgy Essential SCe 100 S&S
Baujahr
2016
#3
Auf zum Nordkap?!?

Ich bin derzeit damit beschäftigt, den Ausbau meines Lodgys zu einem Minicamper zu planen und die ersten Teile einzupassen. Grund dafür ist, dass ich für das kommende Jahr (Mai, Juni?) vorhabe, zum Nordkap aufzubrechen. Da meine Frau weite Reisen mit dem Auto nicht mitmacht, müsste ich als "Solist" unterwegs sein.
Prinzipiell habe ich ja nichts dagegen, diese Fahrt allein zu machen. Ich erinnere mich aber an eine 3-wöchige Solo-Fahrt kreuz und quer durch Costa Rica, die zwar sehr interessant war, aber z.B. gerade an den Abenden hat mir jemand gefehlt, mit dem ich mich über die Erlebnisse und Eindrücke des Tages hätte unterhalten können

Vielleicht gibt es unter euch Dacianern jemanden, der auch schon lange zum Nordkap fahren wollte, dies aber allein nicht wagte, oder jemanden, der ebenfalls für das kommende Jahr diese Fahrt plant und den es nicht stören würde, wenn ich mich anschließe. Da ich Pensionist bin, wäre ich zeitlich relativ unabhängig.

Ich würde mich freuen, wenn von euch positive Rückmeldungen kämen und ich vielleicht ein paar Gleichgesinnte kennenlernen dürfte.
Inzwischen habe ich begonnen, an meinem Lodgy ein wenig für den Innenausbau zu basteln. Dabei kam es mir darauf an, dass das Ganze nicht allzu viel kostet, das Bett für meine 1,91 cm lang genug ist und dass die einzelnen Teile nicht zu hoch werden, da ich sie mit der Kofferraumabdeckung abdecken will.
Die Kosten sind bis jetzt minimal: Den neuwertigen Lattenrost erhielt ich vom Gemeindearbeiter nach einer Sperrmüllsammlung um 2 Bier. Notwendige Bretter für den Unterbau und die Kleinablage links hatte ich noch von einer Baumaßnahme in meinem Haus übrig, Die beiden schwarzen Behälter sind Hocker, welche Hofer (Aldi) für 19,90 € verkauft hatte und die Matratze gab es bei Möbelix um 26,90 €. Dazu kommen noch ca 20 € für Schrauben. Was jetzt noch fehlt, ist die Sitzgelegenheit im Bereich der rechten hinteren Tür und eine Art Klapptischchen dazu. Die werden auch keine großen finanziellen Löcher reißen. Als Transportbehälter habe ich mich für Kartons entschieden, weil ich diese relativ problemlos genau in die vorhandenen Nischen einpassen kann! IMG_0489.JPG IMG_0491.JPG IMG_0494.JPG
 

Sven

Mitglied Brillant
Fahrzeug
Dacia Logan MCV II 2017 , Sonni Boy
Baujahr
2017
#4
Ich bin als Schüler mal in den Sommerferien mit dem Fahrrad zum Nordkapp gefahren. Von Wolfenbüttel nach Cuxhaven und von dort mit dem Finnjet nach Helsinki. Dann einmal durch Finnland hoch zum Inarisee und zum Nordkapp. Da war ein Schild das darauf hinwies das es noch 80km bis nach Murmansk sind.
Geschlafen wurde immer im mitgeführten Zelt. 4 Wochen waren mein Vater und ich unterwegs. Dieser Urlaub
hat sich eingeprägt. Ich glaube wir sind ca. 3400km gefahren. Auf jeden Fall Autan oder was gleichweriges gegen die Mücken mitnehmen. In Finnland gibt es unzählige Seen und Tümpel.
 

Bergfreund

Mitglied Bronze
Fahrzeug
Dacia Lodgy Essential SCe 100 S&S
Baujahr
2016
#5
Ich bin als Schüler mal in den Sommerferien mit dem Fahrrad zum Nordkapp gefahren. Von Wolfenbüttel nach Cuxhaven und von dort mit dem Finnjet nach Helsinki. Dann einmal durch Finnland hoch zum Inarisee und zum Nordkapp. Da war ein Schild das darauf hinwies das es noch 80km bis nach Murmansk sind.
Geschlafen wurde immer im mitgeführten Zelt. 4 Wochen waren mein Vater und ich unterwegs. Dieser Urlaub
hat sich eingeprägt. Ich glaube wir sind ca. 3400km gefahren. Auf jeden Fall Autan oder was gleichweriges gegen die Mücken mitnehmen. In Finnland gibt es unzählige Seen und Tümpel.
Ich glaube, da kann man dir zu deinem unternehmungsfreudigen Vater gratulieren, dass er dir so prägende Erlebnisse ermöglicht hat.
 

Omma

Mitglied Platin
Fahrzeug
Dacia Dokker 1.5 dCi 90
Baujahr
2017
#7
He Bergfreund, dein Ausbau ist entschieden preiswerter als meiner :o:yes:.
Aber ich habe es doch vorgezogen, für mehr als eine Person zu planen.
Eine Fahrt zum Nordkap finde ich eine tolle Idee. Aber solche oder ähnliche Reisepläne muss ich noch eine Weile vor mir her schieben... Mein Chef wäre mit so viel Urlaub am Stück nicht einverstanden ...
Auf jeden Fall wünsche ich dir schon jetzt eine tolle Zeit und viel Vorfreude!
 

Bergfreund

Mitglied Bronze
Fahrzeug
Dacia Lodgy Essential SCe 100 S&S
Baujahr
2016
#8
He Bergfreund, dein Ausbau ist entschieden preiswerter als meiner :o:yes:.
Aber ich habe es doch vorgezogen, für mehr als eine Person zu planen.
Eine Fahrt zum Nordkap finde ich eine tolle Idee. Aber solche oder ähnliche Reisepläne muss ich noch eine Weile vor mir her schieben... Mein Chef wäre mit so viel Urlaub am Stück nicht einverstanden ...
Auf jeden Fall wünsche ich dir schon jetzt eine tolle Zeit und viel Vorfreude!
Naja, planen könnte ich ja auch für 2 Personen - aber meine Frau weigert sich, eine so lange Autofahrt auf sich zu nehmen,:angry: und eine andere Frau lässt sie nicht zu.:hammer: Ein anderer Mann in dieser Enge neben mir war schon zu Bundesheerzeiten nicht nach meinem Geschmack!:kotz2:Also bleibe ich Solist!
 

Andalo

Mitglied Gold
Fahrzeug
Dacia Lodgy 1.2 TCe (115 PS)
Baujahr
2014
#10
Naja, planen könnte ich ja auch für 2 Personen - aber meine Frau weigert sich, eine so lange Autofahrt auf sich zu nehmen
Hallo Bergfreund,
ich habe vor Jahren eine Motorradtour nach Skandinavien mit einem Freund unternommen. Ab Kristiansand haben wir das Zelt auf dem Gepäckträger gelassen und nur noch beheizbare Hütten gemietet, auch um die nassen Ledersachen abends trocknen zu können. Da ist uns sprichwörtlich Moos auf dem Buckel gewachsen. Heute reklamiere ich für mich ein Mindestmaß an Komfort (Caravan), insbesondere in wetterunbeständigen Regionen. Deshalb kann ich die Bedenken Deiner Frau verstehen.-_-
Dein Vorhaben finde ich aber gut und würde mich anschließen wenn ich die Zeit erübrigen könnte. Aber 4-6 Wochen Sommerurlaub am Stück sind nicht realisierbar.:huh:
Viel Erfolg bei der Umsetzung Deines Reiseplanes wünscht Franz
 

Bergfreund

Mitglied Bronze
Fahrzeug
Dacia Lodgy Essential SCe 100 S&S
Baujahr
2016
#11
Hallo Bergfreund,
ich habe vor Jahren eine Motorradtour nach Skandinavien mit einem Freund unternommen. Ab Kristiansand haben wir das Zelt auf dem Gepäckträger gelassen und nur noch beheizbare Hütten gemietet, auch um die nassen Ledersachen abends trocknen zu können. Da ist uns sprichwörtlich Moos auf dem Buckel gewachsen. Heute reklamiere ich für mich ein Mindestmaß an Komfort (Caravan), insbesondere in wetterunbeständigen Regionen. Deshalb kann ich die Bedenken Deiner Frau verstehen.-_-
Dein Vorhaben finde ich aber gut und würde mich anschließen wenn ich die Zeit erübrigen könnte. Aber 4-6 Wochen Sommerurlaub am Stück sind nicht realisierbar.:huh:
Viel Erfolg bei der Umsetzung Deines Reiseplanes wünscht Franz
Grüß dich, Franz!
Danke für deine Rückmeldung und die Erfolgswünsche.
Auch ich war bis vor 4 Jahren mit dem Motorrad unterwegs, z.B. habe ich mit meinem Bikerkollegen den Rhein von der Quelle bis zur Mündung ins Meer abgefahren. Dabei suchten wir jeden Spätnachmittag (ab ca. 16.30) eine Unterkunft - immer erfolgreich. Das Zelt haben wir aber für Notfälle mit gehabt.
Ein anderes Mal machte ich mit meinem damals noch schulpflichtigen Sohn eine Fahrradtour quer durch Österreich. Dabei schliefen wir in einem Mini-Zweimannzelt auf Campingplätzen - diese Nächte waren vor allem bei Regen oder Gewitter eher nicht erholsam.
Und jetzt bei der geplanten Nordkaptour will ich es im Auto probieren. Da wir vor Jahren bei einer österlichen Fahrt nach London mit meinen 2 Kindern nur ausgerüstet für die Nacht im Zelt mit relativ dünnen Schlafsäcken und Trainingsanzügen ziemlich gefroren haben, werde ich versuchen, mich bei meiner heurigen Tour möglichst gut gegen Kälte vorzubereiten und wenn es wirklich "saukalt" werden sollte, habe ich ebenfalls vor, eine beheizte Unterkunft zu mieten. Beim heurigen Dacianertreffen in Illertissen war es ja auch nicht gerade warm und trotzdem war mein provisorisch umgewandelter Lodgy eine herrliche Unterkunft. Und für die Norkaptour habe ich ja noch einige Verbesserungen vor.
Deshalb bin ich (noch) voller Optimismus - wird schon schief gehen!
Freundlich grüßt
Bertl!
 

Andalo

Mitglied Gold
Fahrzeug
Dacia Lodgy 1.2 TCe (115 PS)
Baujahr
2014
#12
Vielleicht gibt es unter euch Dacianern jemanden, der auch schon lange zum Nordkap fahren wollte, dies aber allein nicht wagte, oder jemanden, der ebenfalls für das kommende Jahr diese Fahrt plant und den es nicht stören würde, wenn ich mich anschließe. Da ich Pensionist bin, wäre ich zeitlich relativ unabhängig.

Ich würde mich freuen, wenn von euch positive Rückmeldungen kämen und ich vielleicht ein paar Gleichgesinnte kennenlernen dürfte.
Hallo Bertl,
Steppway aus dem Burgenland, der in Illertissen Dein Nachbar war, beobachtet Dein hiesiges Thema. Ob er vielleicht interessiert ist an einer solchen Tour??? Wenn, dann wird er sich sicher bei Dir melden ( per PN?).

Bertl, teile uns doch mal Deinen vorläufigen Zeitrahmen mit (4 Wochen, 5 Wochen , 6 Wochen?), eine solche Info dürfte den Entscheidungsfindungsprozeß (tolles Wort, oder?) etwaiger Interessenten u.U. positiv beeinflussen.
Gruß Franz
 
Zuletzt bearbeitet:

Bergfreund

Mitglied Bronze
Fahrzeug
Dacia Lodgy Essential SCe 100 S&S
Baujahr
2016
#13
Hallo Bertl,
Steppway aus dem Burgenland, der in Illertissen Dein Nachbar war, beobachtet Dein hiesiges Thema. Ob er vielleicht interessiert ist an einer solchen Tour??? Wenn, dann wird er sich sicher bei Dir melden ( per PN?).

Bertl, teile uns doch mal Deinen vorläufigen Zeitrahmen mit (4 Wochen, 5 Wochen , 6 Wochen?), eine solche Info dürfte den Entscheidungsfindungsprozeß (tolles Wort, oder?) etwaiger Interessenten u.U. positiv beeinflussen.
Gruß Franz
Grüß dich Franz!
Danke für den Hinweis! Stepway blieb mir ja vom Treffen in Illertissen her u.a. in Erinnerung als Meister des Ausbaus seines relativ kleinen Sanderos zum Wohn- und Schlafwagen.
Übrigens: Eine Idee von ihm werde ich auch für mich verwirklichen: Er hatte einen elektrischen Miniheizer, welcher ja dann Aleah das Überleben im kalten Zelt ermöglichte.:rolleyes: So ein Ding werde ich mir auch zulegen.
Zum Zeitplan: Derzeit rechne ich mit 4 Wochen, wobei der "Detailreiseplanungsprozess" (auch nicht schlecht, oder?) natürlich noch nicht abgeschlossen ist. Ich denke, dass ich relativ zielstrebig das Nordkap anfahre und die vielen schönen Landschaften und Sehenswürdigkeiten auf dem Weg dorthin eher nur streife. Sie wären ja eine eigene Reise wert.

Gruß
Bertl!
 

mephisto

Mitglied Bronze
Fahrzeug
2 x Volvo 855 B5252S Automatik
Baujahr
1994/1995
#14
Hallo Bertl,

ich war einmal (September 1989) am Nordkap und einmal (Juni 1999) in Nyksund auf den Vesteralen, beide Male mit dem PKW als Alleinreisender. Mit vier Wochen Zeit-Budget kommt man da nicht aus der Puste, muss aber eindeutig Schwerpunkte setzen. Dann kann man auch mal ein paar Tage an einem Ort bleiben. Als Pensionist kannst Du bei Deinem Zeit-Kontingent natürlich auch noch während der Reise "nachlegen". Das sind für so einen Trip die besten Voraussetzungen.


Wenn Du im Juni fährst, wirst Du zu einer Zeit unterwegs sein, in der bereits im Skagerak die Sonne nicht mehr ganz untergeht. Du solltest also dafür sorgen, dass Du den Lodgy verdunkeln kannst und Dir auch bei der Fahrerei einen Tages-Zeitplan aufstellen. Die Gefahr, nach stundenlanger Alleinfahrt festzustellen, dass es "plötzlich" auf Mitternacht zugeht, ist einfach zu groß, wenn der natürliche Tagesrhythmus (hell-dunkel) wegfällt. Ich spreche da aus Erfahrung.


Wie man sich so eine Reise einteilt ist natürlich jedermanns eigene Angelegenheit. Ich hatte mich beide Male entschieden, die Hinreise Richtung Norden zügig abzuwickeln und dann in Nord-Süd-Richtung nach Gusto zu Bummeln. Bei dieser Taktik empfiehlt es sich, über das Landesinnere durch Schweden auf den gut ausgebauten Straßen "Strecke" zu machen. Das ist aber mitunter recht eintönig, da es häufig ohne Steigungen immer nur geradeaus geht und das bei mehr oder weniger konstanten Geschwindigkeiten (außerorts zwischen 90 und 110 km/h, wenn ich mich recht erinnere). Dafür kommt man stressfrei flott voran: drei, maximal vier Tage bis zum Nordkap sind dann keine Anstrengung. Wenn das Nordkap das erklärte Hauptziel ist, wäre eine Option auf der schwedischen Seite entlang des Bottnischen Meerbusens und dann über Finnland-Norwegen gen Norden zu fahren. Dann gibt es auch etwas mehr Abwechslung in der Streckenführung.


Je weiter Du nach Norden kommst, desto wahrscheinlicher ist die Begegnung mit freilaufenden Rentieren. Die sind etwas größer als Rehe und verschwimmen aufgrund ihrer Fellfarbe optisch gerne mal mit dem Hintergrund der Landschaft. Gerade nach mehreren Stunden monotoner Fahrt, sollte man da wachsam sein. Elche habe ich nur einmal aus größerer Distanz gesehen. Die sind i.d.R. zu scheu um den Weg mit Autofahrern zu kreuzen. Sie haben hauptsächlich das Problem, die Geschwindigkeit eines heranfahrenden Autos richtig einzuschätzen, was, abgesehen von Sanktionen der Ordnungshüter, dafür spricht, die Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten, auch wenn weit und breit kein Auto zu sehen ist. Dann haben die auch Zeit genug, sich zu entfernen.

In Finnland habe ich auch mal zwei junge Braunbären am Straßenrand gesehen. In so einem Fall einfach nur gelassen weiterfahren, auf keinen Fall anhalten und aussteigen. Mama Bär ist sicher in der Nähe, könnte das missverstehen und wird dann sauer reagieren.

Was ich auch immer wieder mal gesehen habe waren Leute auf Rollskiern, die für den Winter trainieren.

Begegnungen auf der Straße werden nur dann gefährlich, wenn nach mehreren Stunden Fahrt die Konzentration nachlässt. Feste Pausenzeiten kann ich daher nur empfehlen; ebenso einen kleinen Vorrat an Traubenzucker oder Schokolade, falls Du wirklich mal Zeit und Raum vergisst (sitzt ja niemand neben Dir, der quengelt und Dich so aus "Deiner Welt" holt).


Die Schweden sollen hinsichtlich der Einhaltung der zulässigen V-max außerhalb der Ballungsräume übrigens nicht ganz so pingelig sein wie die Finnen und Norweger. Zehn km/h mehr laut Tacho wurden "zu meiner Zeit" immer toleriert. In Finnland und in Norwegen habe ich mich aber stets strikt an die Vorgaben gehalten.


Die größte Freude ist ja bekanntlich die Vorfreude und die kann ja mit vorbereitender Lektüre nur gesteigert werden. Ich will hier keine Werbung machen wenn ich die Bücher vom "Verlag Martin Velbinger" empfehle und meine Exemplare sind ja auch schon ein Vierteljahrhundert alt. Vielleicht gefallen die Dir auch nicht, aber ich bin mit denen ganz gut gefahren (im wahrsten Sinn ;)).

Wenn Du in Skandinavien mal Lust auf ein festes Dach überm Kopf hast, kann ich Dir übrigens die Jugendherbergen empfehlen, die man sich anders als in Deutschland vorstellen muss. In Schweden z.B. heißen die "Vandrarhem". Das Angebot reicht vom umgebauten Eisenbahnwagon mit ein paar Betten bis zur umfunktionierten Klink mit über hundert Zimmern und ist deutlich günstiger als ein Hotel, weshalb die, als ich dort war, auch gerne von Geschäftsreisenden gebucht wurden.

Jetzt lass ich's erst mal gut sein. Alte Erinnerungen kommen nach und nach hoch (ein paar findet man hier und den beiden Folgebildern). Am liebsten würde ich mitfahren. Schnief.

Alles Gute für die Reise und die Vorbereitungen, Martin :hand:
 
Zuletzt bearbeitet:

Bergfreund

Mitglied Bronze
Fahrzeug
Dacia Lodgy Essential SCe 100 S&S
Baujahr
2016
#15
Hallo Bertl,



Jetzt lass ich's erst mal gut sein. Alte Erinnerungen kommen nach und nach hoch (ein paar findet man hier und den beiden Folgebildern). Am liebsten würde ich mitfahren. Schnief.

Alles Gute für die Reise und die Vorbereitungen, Martin :hand:
Grüß dich, Martin!

Danke für diesen langen, wertvollen Bericht voll guter Tipps! Ich werde mich sicher an die meisten daran halten. Nachdem du schreibst, dass du es "erst mal gut sein" lässt, hoffe ich, dass dir noch das eine oder andere Erwähnenswerte einfällt und du es mich dann wissen lässt.
Freundlich grüßt
Bertl!
 

Paiper

Mitglied Bronze
Fahrzeug
Dacia Logan II Limousine TCe90
#16
Elche laufen meiner Erfahrung nach sehr wohl plötzlich vor das Auto und über die Straße. Der "Elchtest" erscheint mir daher nicht unrealistisch. Übrigens gibt es Elche bis ganz in den Norden. Sogar entlang des Eismeeres an 98er ist mir einer vor das Auto gelaufen. Und die Dinger sind riesig!

lg Paiper
 

radlma

Mitglied Silber
Fahrzeug
Dacia Logan Kombi 1.6 16V (105 PS)
Baujahr
2007
#17
Hallo

Wollte nur erwähnen das man am Nordkapp noch weiter nach Norden Wandern kann.
Ungefähr 6 km vor dem Nordkapp ist links ein Parkplatz vondem aus man ca. 10 km auf einem gut markiertem Wanderweg zum nördlichsten Punkt von Europa gehen kann. (Gute Wasserdichte schuhe etwas Wasser und Jause ist von vorteil.)
Beim hingehen geht es meistens leicht bergab, einmal steil bergab. Jedoch zurück immer etwas bergauf!
Wenn man diese 20 Km wandert war man jedenfalls 1400 Meter nördlich vom Nordkapp. (Mir hats gefallen)

Und wenn du Bier mitnehmen willst, aufpassen das es nicht zuviel ist. Die Norweger kontrollieren sehr genau!

Gruß Martin
 
T

tomrv

#18
Moin,

die Geschichte mit den Elche oder anderem Wilrd.
Darauf muß man schon gefasst sein. Uns überholte ein Fahrzeug und genau während dieses Überholvorgangs llief ein Reh erst vor diese Auto und dann vor unseres. Wir haben also eine kollektive Notbremsung gemacht, so mit Bremsassistent (es ist wirklich einer drin), ABS und rauchenden Reifen am Caravan (der hat natürlich kein ABS).
Wild erkennt man relativ gut im Sommer wenn die Randstreifen grün sind, im Mai sind die noch nicht grün und somit eine perfekte Tarnung für das Viehzeugs. Und plötzlich läuft etwas los was man für einen Stein gehalten hat.

Anreisestrecken.
Wir kennen die E6 komplett (in N/S) sowie die E45 und die weiterführenden Strecken in FIN. Die Küstenroute in S kennen wir nicht.
Die E6 ist besonders in der Hauptreisezeit erstaunlich voll. Mit sehr vielen Hektikern die mal eben zum Nordkap wollen. Landschaftlich ist sie abwechslungsreicher als die E45. Anhalten, um mal einen Blick auf die Landschaft zu werfen, ist oft schwierig. Ein wirklich sehr schönes Stück E6 hat man südwestlich von Kirkenes entlang des Varangerfjordes. Und wie schon erwähnt finden wir Kirkenes und noch die letzten 60km bis Grense Jacobselv wesentlich lohnender als das Nordkapp.

Die E45 ist ab Karlstadt oder Mora sehr schön und bis zur Staatsgrenze nach FIN ganz sicher nicht langweilig. Langweilig ist die Strecke von Deutschland über Dänemark und Südschweden.
Besonders auf der E45 kommt man recht gut voran weil man über weite Strecken alleine ist und sehr sehr gleichmäßig die erlaubten Geschwindigkeiten fahren kann. Mit Wohnwagen kamen wir auf Durchschnittsgeschwindigkeiten zwischen 60km/h und 70km/. Das Tempo wird man nur mit dem PKW auch haben, wir wurden nicht oft überholt.
 

peru

Mitglied Bronze
Fahrzeug
Dacia Stepway II, 0.9 TCe 90
Baujahr
02/15
#19
Hallo an alle

Wir waren beide letzten Sommer '16 und '17 am Nordkapp, 2x hintereinander. Durch Finnland an der Ostküste hoch, über die grüne Grenze in Inari/Karigasniemi und im Westen wieder runter, einen Abstecher beim nördlichsten Ikea in Tornio. Weils beim ersten mal so geil war, sind wir ein Jahr später wieder gefahren. Eigentlich war die Finnlandfahrt normal, richtig klasse wurde es erst im Norden. Alles was wir im ersten Jahr verpasst haben, bzw. nicht gesehen, haben wir im zweiten Jahr nachgeholt. Weihnachtsmänner im Sommer, Renntiergulasch... Ich könnte stundenlang erzählen bis der Arzt kommt.

Geschwindigkeiten immer einhalten, bei +11km kostete es teuer nach Einkommen und Kaution, bis 10km zu schnell 110 Euro in Finnland, geht noch. Übernachtet haben wir in Hotels so um die 50-70 Euro für DZ/ÜF. Renntiere lächeln dich an, Elche auch, Stechmücken auch. Autan hilft garnix, musst Du einheimisches Zeug kaufen, Off zum Beispiel Älä huido, ota OFF! Suomen suosituin hyttyskarkote. (http://www.off.fi/)

Wie wir dann wieder dieses Jahr nach 3 Wochen zu Hause waren, haben wir bemerkt das wir wieder vieles verpasst haben, wahrscheinlich fahren wir 2018 wieder, aber dann anders rum.

Was zu sagen ist, wir sind aber nicht mit einem Dacia gefahren. Wir mieten uns immer über den ADAC einen Sharan/Alhambra/Galaxy für 600,--/3 Wochen, Kilometer und Versicherung mit drin bei Buchung dieses Jahr. Alleine die Dieselersparnis (4l/100km) zu unserem Benziner und die Größe machen 9800km alleine schon zur Erholung und ist günstiger weil ohen Verschleis und Kilometer.

Über die E4 / Storebelt und Öresund geht es am schnellsten. Holt euch den Sender bei Knopf-Reisen - Reiseveranstalter für Skandinavien (http://www.knopf-reisen.de/) dann ist die Brückenfahrt billiger und man kann an den Schranken und den Mautstationen in NO durchfahren. Ist aber was für Kilometerfresser Viel sieht man in Schweden nicht, bis auf die beiden Seen kurz vor Stockholm. Für Frühbucher lohnt sich auch Finnlines Travemünde Helsinki. Man spart 1600km und Brückenmaut und wird für ca. 300 Euro Aufpreis hin und her geschippert nach Finnland und bekommt keine Hornhaut am Hintern.

Gruß
 

mw416

Mitglied Bronze
Fahrzeug
Dacia Dokker 1.5 dCi 90 Express/Van mit Easy Seat System
Baujahr
14
#20
Hallo, ich plane für nächstes Jahr auch alleine eine Fahrt ans Nordkap mit meinem Dokker. Der grobe Plan ist, mir den ganzen Juni Urlaub zu nehmen, dann von Wien nach Hamburg entweder auf Achse oder mit dem Autoreisezug. Dann will ich mir Hamburg und Kopenhagen ansehen kenne ich alles noch nicht, weiter Bergen. In Trondheim besuche ich meinen Bruder der dort als Expat lebt. Eventuell wird mir mein Bruder auch nach Hamburg oder Kopenhagen entgegenfliegen und bis Trondheim mitfahren, dann müssen wir aber Hotels nutzen, weil mein Dokker definitiv nur für einen „Schläfer“ ausgelegt ist. Dann eben weiter bis ans Nordkapp die Route ist mir überhaupt noch nicht klar. Dann will ich über Finnland, das Baltikum, Polen und Tschechien ( die Ukraine lasse ich lieber aus, hab keine Lust auf korrupte Polizei) zurück nach Wien.

Im Konvoi fahren will ich jetzt nicht unbedingt die ganze Stecke, ich bin das alleine Reisen gewohnt ( war zB. letztes Jahr mit dem Motorrad in Marokko), und liebe die Flexibilität die mir gibt, jetzt noch damit erhöht, dass ich meine Unterkunft immer dabei habe. Ein Treffen unterwegs wäre aber auf jeden Fall nett wenn es sich einrichten lässt.

Weil es hier ja Veteranen gibt habe ich ein paar Fragen:

Reisezeit soll wie gesagt der ganze Juni sein ( Juli, August sind in der Arbeit nicht möglich), d.h. ich erreiche das Norkap etwa um den 15. Wie kalt kann es da noch werden? Temperaturen bis 0 Grad gehen noch irgendwie, unterm Gefrierpunkt wirds dann aber ohne Standheizung ungemütlich.
Wieviel ist da los? Muss man an Campingplätzen ( will abwechseld Campingplätze und freie Standplätze nutzen) reservieren? Am Kap selbst bin ich wohl nur einen Tag, da ist mir das egal. gibt es auf den Campingplätzen Strom, wo man einen 2000 W Heizkörper anhängen kann? ich habe mir überlegt sowas einzubauen, weils nicht viel kostet. Kann man die Fahrt zu der Jahreszeit bedenkenlos mit Sommerreifen machen?

Kosten: Ich war schon mit dem Flugzeug in Norwegen und habe eine Ahnung wie die Kosten für Alkohol und Restaurants so sind ( so dass man sichs lieber verkneift). Was ich aber nicht einschätzen kann, sind die Mautgebüren und Spritkosten in Norwegen. Was fällt da bei einer Durchfahrt so an, kann man Mautstraßen umgehen und was kostet der Liter Diesel. Ich will eher sparsam unterwegs sein ( selbst kochen, immer im Auto schlafen) daher ich bin noch hin und hergerissen, ob ich ab Trondheim die wohl schönere Strecke durch Norwegen oder die wohl günstigere durch Schweden nehmen soll. Was kostet die Übernachtung am Campingplatz ca. ?Wie hoch sind die Verkehrsstrafen wirklich, ich habe was von 400 Euro und mehr für relativ geringe Überschreitungen gehört zum Glück hat mein Dokker einen Tempomaten......

Internet: in der EU also wohl auch in Schweden und Finnland, gibts ja jetzt freies Roaming in einem gewissen Ausmaß ist das auch in Norwegen so? Hat man überhaupt regelmäßig Mobilfunkempfang? Für mich wär das vor allem zum planen der Route unterwegs gut, weil ich es nicht mag die Reise schon vorher durchgeplant zu haben.

Wenn ihr noch Tipps habt die man nicht eh in jedem Reiseführer findet wär ich natürlich auch dankbar......

Ich freue mich jedenfalls schon, ich werde wahrscheinlich noch über den Winter einen neuen Camping Einbau aus Siebdruckplatten machen, in den meine Erfahrungen mit dem jetzigen Einbau aus MDF einfließen werden die ich heuer in 25 Übernachtungen im Dokker gesammelt habe.

Tut mir leid wenn ich den Beitrag kapere......

danke lg Markus
 
Zuletzt bearbeitet:

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